"Fräulein Brehm - Theater für heimische bedrohte Tierarten"

Im Januar 2026 fand die Benefiz Veranstaltung „Theaters für heimische bedrohte Tierarten“ in den neu restaurierten "Königlichen Pferdestall" der Leibniz Universität Hannover statt. Die Schauspielerin Barbara Geiger hat sich seit dem Jahr 2008 unter dem Alias "Fräulein Brehm" zur Aufgabe gemacht, die Mission des Naturforschers Alfred Brehm in die Gegenwart zu transportieren. Ihre Idee war, sein Werk „Brehms Tierleben“ nach und nach und Tierart für Tierart in wissenschaftlich korrekter, aber ein breites Publikum ansprechender Weise zu vermitteln. Zu diesem Zweck unternimmt sie z.T. weite Reisen und geht für ihre Feldforschung in die Natur, in Museen, in Ställe und Forschungseinrichtungen, spricht mit Wissenschaftlern und Tierhaltern. Ihre dabei gewonnenen Erkenntnisse und Eindrücke vermittelt sie - inzwischen mit einer Reihe von Fräulein-Kolleginnen - auf Bühnen, in Schulen, bei Informationstagen und sogar bei den Vereinten Nationen, um im Geiste des Mannes, der für sie der „Shakespeare der Biologie“ ist, Menschen für Tiere und ihre Lebenswelt zu begeistern. Ihr ist die Botschaft wichtig, dass alles Leben auf der Erde miteinander zusammenhängt. Dieser Gedanke wurde originär von Alexander von Humboldt formuliert, dass nämlich „alles mit allem verbunden ist“ – diesem Gedanken entlehnt ist das Motto unseres aktuellen Lionsjahres. Damit hat von Humboldt, der auch als der „Shakespeare der Wissenschaften“ bezeichnet wurde, unser Naturverständnis revolutioniert und Wissenschaft und Kunst bis heute beeinflusst. Alfred Brehm und Alexander von Humboldt haben also viele Gemeinsamkeiten. In ihrer temperamentvollen, interessanten und facettenreichen Darbietung brachte „Fräulein Brehm“ das Publikum zum Lachen und Staunen, und in der sich anschließenden lebhaften Diskussion zeigte sich, dass viele Denkanstöße gegeben wurden.